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Portrait Phönix Trio

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Phönix Trio:
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Phönix Trio

Die Musik des Grafen von Saint Germain, ihre Wiederentdeckung und die Gründung des Ensembles Phönix

Wer sich heutzutage über den Grafen von Saint Germain informieren will, findet zu Geschichte und Persönlichkeit mehrere Bücher sowie eine reiche Anzahl von Websites im Internet. Mir fiel 1994 als erstes das Buch „Unter den Flügeln des Phönix" von Irene Tetzlaff in die Hände. Im Verlauf der liebevoll recherchierten Geschichte dieses abenteuerlichen Lebens fiel mir als Musiker besonders die Tatsache ins Auge, daß der Graf die Violine virtuos beherrscht haben und auch eigene Werke komponiert haben soll, die in dem Buch sogar mit Titeln genannt sind. Was lag also näher, zu versuchen, diese ausfindig zu machen. Nach einiger Zeit der Suche wurde ich 1995 fündig in einem Londoner Archiv. Aufgrund der nicht unerheblichen Kosten für die Mikrofilme wartete ich mit dem Erwerb, da ich zunächst Veranstalter finden wollte, die an einer Wiederaufführung der Werke 1996, zum 300. Geburtstag des Grafen, Interesse zeigten, wovon ich, in Eckernförde lebend, ausging, da der Graf seine letzten Jahre nahe Eckernförde auf Louisenlund wirkte und 1784 in der Eckernförder Nicolaikirche beigesetzt wurde. Ich stieß zu meinem Erstaunen zunächst ausschließlich auf Ablehnung und Mißtrauen.
Um so mehr freute es mich, daß die Stadt Eckernförde schießlich im Jahre 2002 zu ihrem 700jährigen Jubiläum zwei Konzerte mit Werken des Grafen in Auftrag gab, die an historischem Ort, in der Eckernförder Nicolaikirche, stattfanden und Zuhörer aus ganz Deutschland anzogen. Das erste Konzert des für diesen Anlaß eigens gegründeten Ensembles PHOENIX erschien auf einer CD, die mittlerweile international Freunde gefunden hat. Neben weiteren Konzerten, im Rudolf Steiner Haus Hamburg und im Goetheanum Dornach 2003, finden nun in der Eckernförder Nicolaikirche jährlich Konzerte mit Werken des Grafen statt, mit dem Ziel, sein gesamtes musikalisches Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Wie beschrieben, war das Komponieren nicht der Hauptberuf des Grafen, doch läßt die Qualität seiner Kompositionen und das ihm von Zeitgenossen nachgesagte vollendete Beherrschen mehrerer Instrumente neben seinem Hauptinstrument, der Violine, darauf schließen, daß er eine profunde musikalische Ausbildung genossen haben muß. Wann, wo und bei wem, ist nicht bekannt; auch ein intensives autodidaktisches Studium ist denkbar. 
Stilistisch gesehen bewegt sich diese Musik im Geschmack ihrer Zeit, d.h. wir erleben Ansätze barocker Polyphonie (in den Triosonaten), befinden uns aber in der Leichtigkeit der Frühklassik, zuweilen auch als Rokoko bezeichnet. Wir haben es mit einer für die Zeit typischen, höfischen „Unterhaltungsmusik" zu tun, die gesellschaftlichen Anlässen den festlichen Rahmen gab - vordergründig.
Der Graf von Saint Germain hat im Vergleich mit seinen Zeitgenossen, wie z. B. den Bach-Söhnen, eine unverwechselbare Handschrift. Ideen, die das kompositorische Handwerk seiner Zeit nicht bereithält - so erscheint z. B. in der Durchführung des schnellen 2. Satzes der Sonata II für Violine unvermittelt das Anfangsmotiv des 2. Themas aus dem langsamen 1. Satz über dem weitereilenden Basso continuo - , überraschen den aufmerksamen Hörer ebenso wie der häufige Verzicht auf die Weiterentwicklung begonnener Themen oder der Improvisationscharakter einiger Durchführungen.
So, wie er sich in seinem abenteuerlichen Leben über viele Regeln, die er gleichzeitig vollendet beherrschte, hinwegsetzte, um Neues zu erreichen, mag dem Grafen von Saint Germain das bloße Bedienen der erlernten Kompositionstechnik nicht genügt, die Ausführung der spontanen Idee manches Mal über der Erfüllung der formalen Gesetze gestanden haben. 
Und seine Kompositionen verfehlen - heute wie zu seiner Zeit - ihre Wirkung nicht.
Diese Ausgabe soll ein Anfang sein, den vielfach geäußerten Wünschen der Freunde der Musik des Grafen nach einer Neu-Edition seiner Werke nachzukommen. Weitere Ausgaben werden folgen, geplant ist letztendlich die Neu-Edition des bis dato bekannten Gesamtwerkes, das sieben Violinsonaten, sechs Sonaten für zwei Violinen, Cembalo und Violoncello sowie 46 Arien und einige Lieder umfaßt.
Alle Werke wurden zu Lebzeiten des Grafen von Saint Germain in den Jahren 1745 bis 1760 in London veröffentlicht.

Matthias Hahn-Engel

„Nur die Göttliche Liebe zählt”

Die göttliche Liebe,
sie hat keinen Anfang und sie hat kein Ende.
Sie ist.
Du kannst sie nicht verdienen.
Sie dient dir.
Du kannst sie verleugnen.
Sie hält zu dir.
Du kannst sie nicht kennen.
Sie kennt dich.
Du kannst ein Teil von ihr werden -
So wird sie ein Teil von dir.


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